Pressemitteilungen


26.10.2017 - FGW verabschiedet Revision 10 der TR 6 "Bestimmung von Windpotenzial und Energieerträgen"

Der Fachausschuss Windpotenzial hat auf der Sitzung am 26.09.2017 die zehnte Revision der TR 6 „Bestimmung von Windpotenzial und Energieerträgen“ verabschiedet.

Wesentliche Änderungen in Revision 10 betreffen die Kapitel „Energieverlustfaktoren“ und „Anforderungen an Verfahren zur Langzeitkorrektur“. Zudem wurde der bisherige Anhang A, welcher den 60 %-Referenzertrag-Nachweis erläuterte, durch eine deutschlandweite Vereisungskarte zur Berechnung der Vereisungsverluste ersetzt. Ab dem 01.01.2018 ist zur Bestimmung von Windpotenzial und Energieerträgen die Revision 10 der TR 6 maßgeblich und ersetzt damit alle früheren Revisionen der TR 6. Die deutsche Fassung der Revision 10 kann unter http://www.wind-fgw.de/shop/technische-richtlinien/ bestellt werden. Eine englische Fassung befindet sich momentan in der Übersetzung und ist in Kürze erhältlich.

16.08.2017 - FGW-Veröffentlichung zur Kategorisierung von WEA Statuscodes im Sinne des EEG 2017

Die FGW hat im Rahmen des vom BMWi geförderten Projektes Standortertrag Vorgaben für die Kategorisierung von WEA-Statuscodes zu den im EEG definierten Betriebszuständen erarbeitet. Diese Vorgaben richten sich insbesondere an WEA Hersteller und werden als Vorveröffentlichung „Kategorisierung von WEA Statuscodes im Sinne des EEG 2017“ auf der Webseite der FGW als Auszug einer im nächsten Jahr erscheinenden neuen Technischen Richtlinie bereitgestellt.

Im Rahmen des Projektes werden technische Vorgaben zur Ermittlung des Standortertrages von WEA im Sinne der Anlage 2 des EEG 2017 erarbeitet. Nach Inbetriebnahme muss der Standortertrag nach 5, 10 und 15 Betriebsjahren überprüft werden. Bei der Berechnung des Standortertrages ist es notwendig, die sogenannten „fiktiven Strommengen“ zu berücksichtigen. Diese fiktiven Strommengen, hätten bereitgestellt werden können, wenn die Windenergieanlage im intentionierten Betrieb gelaufen wäre. Grundlage zur Berechnung der fiktiven Strommengen ist die Identifikation der Zeiträume, in denen entsprechend der Definitionen des EEG 2017 solche entgangenen Erträge vorliegen könnten.

Diese Zeiträume lassen sich über die Error-Log-Datei und die darin protokollierten Statuscodes der Anlage identifizieren. Hierfür ist eine Zuordnung der Statuscodes zu den im EEG definierten Zuständen notwendig. Für diese Zuordnung sind fünf verschiedene Kategorien definiert worden, die sich auf die Vorgaben des EEG stützen und dabei Bezug auf die IEC 61400-26-1 nehmen. Jeder Statuscode einer WEA muss einer dieser fünf Kategorien zugeordnet werden, um eine Auswertung der Betriebsdaten zu ermöglichen.
Die Vorveröffentlichung „Kategorisierung von WEA Statuscodes im Sinne des EEG 2017“ sowie weiterführende Informationen zum Projekt Standortertrag finden Sie unter http://www.wind-fgw.de/aktivitaeten/forschungsprojekte/projekt-standortertrag.

19.06.2017 - Umstrukturierung der FGW TR 8

In Zukunft Grid Code-unabhängig und international verwendbar: Umstrukturierung der Zertifizierungsrichtlinie FGW TR 8 für Netzanschlüsse von Erzeugungsanlagen und Speichersystemen.
Acht Jahre nach Einführung der Zertifizierungsrichtlinie FGW TR 8 hat der Fachausschuss Elektrische Eigenschaften der FGW dieser Richtlinie ein neues Gesicht verordnet. Das wurde notwendig, um die aktuell anstehenden Veränderungen im Bereich Netzanschlussrichtlinien zu erfassen. Diese Zertifizierungsrichtlinie beschreibt Verfahren zur Nachweisführung von geforderten Kraftwerkseigenschaften, die durch Wind-, Solar-, KWK- oder Speicheranlagen bereitgestellt werden sollen. Aufgrund der europäischen Regulierung (RfG, HVDC und DCC) und den darauf aufbauenden Netzanschlussregeln des VDE/FNN wird es viele Änderungen geben. Durch einen modularen Aufbau der zukünftigen FGW TR 8 können die zu bewertenden Anforderungen der jeweiligen Netzanschlussrichtlinie leicht zugeordnet werden.
Insgesamt soll es zukünftig leicht möglich sein, das Regelwerk über Module an verschiedene Netzcodes anzupassen und über Spezifikationen mit wenig Aufwand auch für weitere Grid Codes zu erweitern.
Mit dem kürzlich eingeführten Konsultationsverfahren soll die Öffentlichkeit schon bei der Kommentierung in deutscher und englischer Sprache mehr Einflussmöglichkeit und transparente Einsicht in die Bearbeitung des Regelwerks erhalten.
Der von einem kleinen Team mit Vertretern von EWE NETZ, FGH, HanseWerk, M.O.E., Senvion, WindGuard Certification und FGW im vergangenen halben Jahr erstellte Entwurf wurde vorgestellt und für die weitere Verwendung freigegeben.
Auf Grundlage dieses Entwurfs werden die neu gegründeten Arbeitsgruppen zur weiteren Umsetzung der offenen Aufgaben ihre Arbeit beginnen.
Die Richtlinie soll im ersten Halbjahr 2018 fertig gestellt werden und ab dann zur Nachweisführung für alle dezentralen Einspeiser über die Einhaltung der jeweiligen Grid Codes eingesetzt werden können.
Berlin den 19. Juni 2017

20.01.2017- Namensänderung - FGW e.V. - Fördergesellschaft Windenergie und andere Dezentrale Energien

FGW erweitert ihr Aufgabengebiet von erneuerbaren Energien auf alle dezentralen Technologien des zukünftigen Energieversorgungssystems. Über 30 Jahre lang hatte die Richtlinienarbeit der FGW ausschließlich die Technik zur Nutzung der erneuerbaren Energien im Fokus. Die Aufgabenstellungen verschieben sich aber immer mehr von der Anpassung der neuen Technologien an das bestehende Versorgungsnetz in Richtung des Aufbaus einer integralen Energieversorgung, die alle Erzeugungstechnologien und die Übertragungs- bzw. Verteilungsnetze berücksichtigt sowie deren reibungslosen Betrieb.

Ging es damals zum Beispiel um die Projektleitung zum Windenergiepark Westküste oder die von FGW begleitete Einführung des Stromeinspeisungsgesetzes, so hat sich seitdem viel getan. Heute ist die Kernaufgabe der FGW die sachlich-fachliche Ausarbeitung von technischen Lösungen, die als Technische Richtlinien (TR) durch intensive Zusammenarbeit der Mitglieder in ausgewogen besetzten Fachgremien entstehen. Die TR werden im Vergleich zu Normen bedarfsorientiert und sehr zügig erarbeitet und bilden daher den Stand der Technik im Bereich der Windenergie und anderer erneuerbarer Energien sehr gut ab. Hierin liegt das Alleinstellungsmerkmal der FGW. Darüber hinaus trägt die FGW mit Forschungsprojekten aktiv zur Entwicklung der Technik bei, wie dies aktuell im Projekt Netzharmonie der Fall ist.

Damit geht der Blick nach vorn. Auf der Jahreshauptversammlung 2016 beschlossen die Mitglieder, wie den zukünftigen Entwicklungen in der Energieversorgung besser Rechnung getragen werden kann. Es sollten noch mehr Hersteller und Betreiber von Energiespeicheranlagen und Verbrennungskraftmaschinen dazu ermuntert werden, in der FGW zukünftige Entwicklungen vorzudenken und technische Lösungen zu entwickeln.

Um diese Entwicklung in Abstimmung mit ihren Mitgliedern auch im Namen der FGW zu berücksichtigen, hat die FGW-Mitgliederversammlung vom 20.06.2016 die Änderung der Namenserweiterung beschlossen. FGW e.V. soll von nun an den Beinamen

„Fördergesellschaft Windenergie und andere Dezentrale Energien“ führen.

Damit kann die FGW ihre technische Kompetenz zukünftig im Sinne einer vollständigen Erneuerbaren Energieversorgung einbringen. Auf dem Weg dahin sind vielfältige Themen zu bearbeiten, wie Netzausbau, Netzneutralität, einspeiserspezifische Anforderungen und Prüfverfahren.

„Dezentrale Energien“ sind hierbei nicht im Sinne randständiger Erzeugungseinheiten zu verstehen, aus Sicht der FGW-Mitglieder beinhaltet diese Begrifflichkeit die eigentliche Umsetzung der Energiewende. Aus Sicht der FGW-Mitglieder besteht bisher ein Mangel an branchenübergreifend abgestimmten Konzepten zur erfolgreichen Realisierung technischer Zielsetzungen. Hierbei möchte die FGW nicht mehr ausschließlich Windenergie und andere erneuerbare Einspeiser, sondern darüber hinaus übergreifende Fragestellungen berücksichtigen.

Dies betrifft das Systemverhalten von dezentralen Energien und Verbundnetz, die Steuerung und Regelung, die Kommunikation sowie die Wartung, Instandhaltung und Systemoptimierung aller an der Energieversorgung beteiligten Technologien. Diese Fragestellungen können aufgrund des sich wandelnden Energiemixes aus unterschiedlichen Technologien nicht auf erneuerbare Einspeiser begrenzt werden. Die Mitglieder der FGW sind sich gleichzeitig darüber einig, dass das Vereinsziel einer vollständigen erneuerbaren Energieversorgung unverändert besteht.

Berlin, den 20. Januar 2017

11.01.2017 - FGW-Veröffentlichungen zum Referenzertragsverfahren im EEG 2017

Parallel zum Inkrafttreten des EEG 2017 wurde von FGW die Technische Richtlinie „Bestimmung und Anwendung des Referenzertrages“ (TR 5) revisioniert. Des Weiteren wurden im Rahmen des Projektes Standortertrag die „Anforderungen an die Datenhaltung“ zur Ermittlung des Standortertrages auf der Website der FGW als Auszug einer kommenden Technischen Richtlinie veröffentlicht. Diese Vorveröffentlichung erfasst zentrale Anforderungen an alle Anlagen die ab 2017 im einstufigen Referenzertragsverfahren in Betrieb gehen.

Das EEG 2017 bringt mehrere Änderungen im Zusammenhang mit dem Referenzertragsverfahren mit sich. Für WEA, die am neuen Ausschreibungssystem teilnehmen, gibt es sowohl eine neue Definition des Referenzstandortes als auch des Standortertrages. Zudem fordert das EEG 2017 bei Anlagen die nach dem alten, zweistufigen Referenzertragsmodell vergütet werden eine Überprüfung des zusätzlichen Zeitraums der Anfangsvergütung (ZZA). Die Überprüfung des ZZA soll nach zehn Jahren bzw. mindestens ein Jahr vor Ablauf des ZZA erfolgen. Dies gilt für Bestandsanlagen mit Inbetriebnahmen ab 01.01.2012 bis zum 31.12.2016 sowie für Anlagen die von den Ausschreibungen ausgenommen sind und bis 31.12.2018 in Betrieb gehen. In der neuen Revision 7 der TR 5 wird sowohl diese Überprüfung des ZZA als auch die Berechnung des Referenzertrages mit den neuen Referenzstandortbedingungen beschrieben und spezifiziert.

Im Rahmen des vom BMWi geförderten Projektes Standortertrag werden technische Vorgaben zur Ermittlung des Standortertrages von WEA im Sinne der Anlage 2 des EEG 2017 erarbeitet und veröffentlicht. Für die Ermittlung des Standortertrages vor Inbetriebnahme gab es bereits im Oktober eine Veröffentlichung der FGW. Nach Inbetriebnahme muss der Standortertrag nach 5, 10 und 15 Betriebsjahren überprüft werden, hier wird ein Verfahren bei FGW zurzeit erarbeitet. Die WEA-Betreiber müssen gemäß EEG 2017 einige Vorkehrungen treffen, um nach den fünf Jahreszeiträumen die Feststellung des Standortertrages ihrer Anlagen gewährleisten zu können. Diese Vorkehrungen werden in der Vorveröffentlichung „Anforderungen an die Datenvorhaltung“ beschrieben. Darin wird vorgegeben, welche Anlagenparameter und Statusinformationen bereitgestellt werden müssen und welche sonstigen Daten und Informationen zur Überprüfung der Standortgüte benötigt werden.

Die FGW-Richtlinie TR 5 sowie weitere technische Richtlinien können auf der FGW-Homepage unter http://www.wind-fgw.de/TR.html bestellt werden. Die Vorveröffentlichung „Anforderungen an die Datenhaltung (EEG 2017)“ sowie weiterführende Informationen zum Projekt Standortertrag finden Sie unter http://www.wind-fgw.de/Projekt_Standortertrag.html.

Download BMWi-Logo:
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08.12.2016 - FGW-Regularien zum Standortgütenachweis nach EEG 2017

Der FGW – Fachausschuss Windpotenzial hat ergänzend zur Technischen Richtlinie TR 6 einen Anhang C zur Berücksichtigung von Änderungen des EEG 2017 beschlossen und veröffentlicht. Im EEG wird ein Nachweis der Standortgüte am WEA-Standort bezogen auf den Referenzertrag bereits zur Inbetriebnahme gefordert. Die TR6-Ergänzung beschreibt die Bestimmung der Standortgüte zur Inbetriebnahme gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017). Der Anhang wird auf der Internetseite der FGW e.V. kostenlos zum Download bereitgestellt.

Das Gesetz für den Vorrang von Erneuerbaren Energien 2017 ändert das Referenzertragsverfahren auf ein einstufiges System. Dabei wird unter anderem ein Nachweis der Standortgüte vor Inbetriebnahme der WEA verlangt. Dieser Nachweis soll auf einem Energieertragsgutachten gemäß der aktuellen Revision der TR 6 beruhen, welche die Bestimmung von Windpotenzialen und Energieerträgen an WEA-Standorten beschreibt.

Der Fachausschuss Windpotenzial hat den neuen Anhang C als Ergänzung zur aktuell gültigen Revsion 9 der TR 6 am 21.09.2016 verabschiedet. Er steht seit Oktober auf der FGW Webseite zum Download bereit. Eine neue Revision der TR 6 inklusive des Anhang C ist für Anfang 2018 geplant. Der neue Anhang C bezieht sich dabei auf das EEG 2017 und präzisiert die Berechnung des Standortertrags für den Nachweis der Standortgüte. Es wird beschrieben wie sich die Standortgüte aus dem Standortertrag und dem Referenzertrag bestimmen lässt. Zusätzlich wird eine Alternative für WEA ohne berechneten Referenzertrag nach EEG 2017 aufgezeigt sowie Anforderungen an den darzulegenden Prüfbericht beschrieben.

Zusätzlich zum Standortgütenachweis vor Inbetriebnahme soll im Auftrag des BMWi ein praxistaugliches Verfahren zur Überprüfung der Standortgüte nach Inbetriebnahme entwickelt und veröffentlicht werden. Der Abschluss des dazu bewilligten Projektes „Standortertrag“ und die Veröffentlichung dieser neuen Technischen Richtlinie ist für den 01.01.2018 geplant.

Mit den neuen Vorgaben der Anlage 2 des EEG 2017 müssen Betreiber von WEA einige Vorkehrungen treffen, um nach den fünf Jahreszeiträumen den Standortertrag ihrer Anlagen und damit die Standortgüte bestimmen zu können. Im Rahmen des Projektes wird erarbeitet, welche Betriebsdaten Betreiber von WEA vorhalten müssen, um die Ermittlung des Standortertrages nach 5, 10 und 15 Jahren zu gewährleisten. Eine Veröffentlichung, welche Betriebsdaten vorzuhalten sind, ist für Anfang 2017 geplant.

Eine weitere Maßnahme, die der Anpassung der Technischen Richtlinien an das EEG 2017 dient, ist die Veröffentlichung einer neuen Revision der TR 5 „Bestimmung und Anwendung des Referenzertrages“. Dabei wird der neue definierte Referenzstandort in das Verfahren zur Bestimmung des Referenzertrages mit aufgenommen. Die Veröffentlichung der Rev. 7 der TR 5 ist zum 01.01.2017 geplant.

Die FGW-Richtlinien TR 6 und die TR 5 können über die FGW-Homepage unter www.wind-fgw.de bestellt werden. Der Anhang C „Bestimmung der Standortgüte zur Inbetriebnahme gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017)“ steht unter http://www.wind-fgw.de/TR.html kostenlos zum Download zur Verfügung.

Berlin, den 8. Dezember 2016

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